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Förderverein Bürger- und Kongresszentrum Kristallpalast Dessau e.V.


Presse - MZ Kristallpalast-Inverstor kann und muss jetzt loslegen (PDF-Datei, ca.950kB)



Neuer Zwist um das Projekt Kristallpalast - MZ-WEB vom 18.02.2010

DESSAU/MZ/SB. Das Projekt "Bürger- und Kongresszentrum Kristallpalast", ein umstrittenes Millionen-Projekt des Münchner Investors Wilhelm Burger, sorgt jetzt auch stadtratsintern für Zwist. Grund dafür ist eine Vorlage, die am 25. Februar auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bauwesen, Verkehr und Umwelt steht - und das Tagungs- und Veranstaltungscenter thematisiert.

"Wir wollten die Diskussion erst fortführen, wenn der Investor die ihm gestellten Aufgaben abgearbeitet hat", sagte CDU-Stadtrat Hans-Joachim Mau im Stadtrat und kritisierte damit Ralf Schönemann, den Linke-Fraktionschef und Vorsitzenden des Ausschusses. Mit dieser Vorlage würden Beschlüsse negiert und unterlaufen. Die CDU sage nicht nein zu der Entwicklung an diesem Standort. "So aber geht das nicht."

Der Ausschuss für Bauwesen, Verkehr und Umwelt hatte Anfang Dezember "Mindestanforderungen" an den Investor formuliert. Der sollte zum einen ein belastbares Finanzierungs- und Betreiberkonzept für das geplante 14-Millionen-Euro-Projekt vorlegen, zum anderen aber auch einen Fördermittelantrag beim Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt stellen. Burger hofft auf eine 50-prozentige Förderung. Im Gegenzug sollte die Stadt die Stellplatzproblematik klären und den Weg freimachen, dass das Klinikum an dieser Stelle ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) errichten kann. Die Stadt stand und steht dem Projekt abwartend gegenüber. Vor allem mit dem vom Investor geforderten Verzicht auf Stellplatzablösen in Millionen-Höhe tut man sich schwer. Zuletzt wurde Oberbürgermeister Koschig vom Förderverein die vage Aussage abgetrotzt, das Projekt begleiten zu wollen.

Im Stadtrat verteidigte Schönemann die Vorlage als "legitim". Es sei ein erneutes Angebot, Verbindlichkeit herzustellen. Passieren soll dies mit Termin: Bis 15. Mai soll der Investor einen Fördermittelantrag erarbeiten. Bis 30. Mai soll das Betreiber- und Finanzierungskonzept vorliegen, aber auch "eine rechtlich verbindliche Lösung für den Verzicht auf Stellplätze ausschließlich für den Veranstaltungsbereich inklusive erforderlichem Catering" und ein Vertrag mit dem Klinikum über den Bau eines MVZ. Bis 30. Juni soll der Bauantrag eingereicht werden.

Die Vorlage wird vorerst auf der Tagesordnung bleiben. Ob das Papier mehrheitsfähig ist, ist unklar. Zwar sind als Einreicher sieben Fraktionen im Stadtrat genannt. Am Mittwoch aber distanzierten sich CDU, FDP und Bürgerliste / Grüne von der Vorlage.


WETTBEWERB Studenten planen die Innengestaltung des Kristallpalastes. Investor lobt Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro aus. Internationale Ideen sollen in Planungen einfließen. Projekt wird vorangetrieben.
VON STEFFEN BRACHERT 23.01.2010 Mitteldeutsche Zeitung
DESSAU/MZ - 15 000 Euro sind eine stattliche Summe. Doch Wilhelm Burger, einer der Investoren des Kristallpalastes, winkt nur ab. "Das Geld", sagt der Unternehmer aus München, "ist gut angelegt." Burger steht in einem Vorlesungsraum der Hochschule Anhalt und ist umgeben von Plänen, die den Kristallpalast von innen zeigen.

Lob für Studenten

"Wenn man sich lange mit einem Projekt beschäftigt, bekommt man einen Tunnelblick", gibt Burger zu und ist angetan von dem, was den Studenten eingefallen ist. "Es ist kein Plan dabei, der sich 1 zu 1 umsetzen lässt", sagt Burger und sieht genau das als Vorteil. "Wir können uns die Ideen aussuchen, die sinnvoll und auch machbar sind." Einige sind dabei.

Vor ein paar Monaten hat die Hochschule Anhalt einen Wettbewerb zur Innengestaltung des Kristallpalastes gestartet. Ausgelobt hat ihn Wilhelm Burger. 15 000 Euro schienen für Studenten Anreiz und Motivation genug. Doch nur sechs Arbeiten gingen ein. "Wir hatten", gab Jury-Vorsitzender Dieter Bankert zu, "mit deutlich mehr Arbeiten gerechnet."

"Wir können uns die Ideen aussuchen, die machbar sind."

Wilhelm Burger

Investor für den Kristallpalast

Die Jury machte aus der Not eine Tugend - und vergab am Ende sogar zwei erste Preise. Einer ging nach China, an Hongwei Yang von der Zhengzhou University. "Das ist eine phantastische Arbeit", lobte Bankert die Ideen einer knallroten Café-Box im Fürstensaal bis hin zu einem beweglichen und damit äußerst variablen Bühnenfußboden. "Es wäre ein tolles Theater für eine Stadt, die noch kein Theater hat." Dessau-Roßlau aber hat schon zwei, ein neues und ein altes.

Wohl auch deshalb konnte der Entwurf von Andreas Goldstein von der Hochschule Anhalt punkten, deren Pläne für den inneren Kristallpalast schlichter und damit deutlich realistischer waren. "Es gibt hier ein starkes innenräumliches Konzept", sagte Bankert. Ein Detail gefiel besonders: raumhohe und verschiebbare Wände, die den Saal flexibel machen. "So etwas", sagte Burger, "haben wir gesucht."

200 000 Euro hat Burger nach eigenen Angaben bislang in das Projekt "Bürger- und Kongresszentrum Kristallpalast" investiert. Der Wettbewerb und vor allem das Preisgeld ist ein weiteres Indiz, wie ernst die Investoren das Projekt meinen. Und trotzdem ist eine seltsame Situation entstanden: Die Stadtverwaltung ruft nach einem belastbaren Betreiber- und Finanzierungskonzept. "Beides liegt vor", sagt Burger und sieht den Spielball auf Seiten der Stadtverwaltung. "Bevor es in Sachen Stellplatzablöse keine Lösung gibt, geht es nicht weiter."

Um zwei Millionen Euro geht es. Es ist Geld, dass Investoren zahlen müssen, wenn es nicht gelingt, die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Stellplätzen zu schaffen. Die Stadt nimmt das zweckgebundene Geld dann, um - auch anderswo -selbst Stellplätze zu schaffen. Nun gibt es neben dem Kristallpalast ein wenig ausgelastetes Parkhaus, das mit Geld aus Stellplatzablösen finanziert wurde. Burgers Begehrlichkeiten sind nahe liegend.

Lobbyarbeit im Stadtrat

"An diesen zwei Millionen Euro kann das Projekt scheitern", sagt Burger, der seit Monaten erfolgreich politische Lobbyarbeit leistet - und versucht mit zunehmendem Erfolg, sein Projekt im Stadtrat mehrheitsfähig zu machen. Die Rathausspitze beobachtet das mit unverhohlener Skepsis. Oberbürgermeister Klemens Koschig musste vor Weihnachten erst zu einem wohlwollenden Brief in Sachen Kristallpalast überredet werden. Burger wird eher gelitten.

"Eigentlich müsste uns die Stadtverwaltung einen roten Teppich ausrollen", sagt Burger und sieht persönliche Eitelkeiten als Hauptgrund für die - im besten Falle - abwartende Haltung. "Ich brauche dieses Objekt nicht", sagt der Mann, der eine Investorengruppe vertritt, die drei Millionen Euro geben will. Die Stadt könne ja den städtebaulichen Missstand auch allein beseitigen. Es ist eine Aufforderung, die angesichts klammer Kassen nicht ohne Ironie ist. Burgers Hoffnungen ruhen längst mehr auf den Bürgern von Dessau-Roßlau. "Wenn die den Kristallpalast haben wollen, dann bekommen sie ihn." Burger weiß: Der Kristallpalast ist vielen Dessau-Roßlauern eine Herzensangelegenheit.

Die Gestaltungsvorschläge für den Kristallpalast sind ab kommender Woche im Technikmuseum "Hugo Junkers" zu sehen.

Hr. Prof. Lückmann stellt am 3.12.2009 mit seinen Studenten der Hochschule Anhalt/Dessau-Roßlau dem Investor, Hr. Burger, die ersten Entwürfe zur Architektur des Bürger- und Kongresszentrums Kristallpalast vor. Weiterhin sind an dem vom Investor ausgeschriebenen Wettbewerb drei Universitäten aus Moskau und China beteiligt. Ende Januar 2010 erfolgt mit einer Jury die Auswertung und Prämierung des Wettbewerbs mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro




Waldeser Karnevallisten werden amm 11.11. Mitglied im Förderverein Kristallpalast

Quelle: Mitteldeutsche zeitung vom 12.11.2009




Investor schaut nach Brüssel und setzt auf Hilfe aus Dessau

Wilhelm Burger stellt sein Konzept zur Diskussion

Wilhelm Burger wirbt für den neuen Kristallpalast. (FOTO: SEBASTIAN) DESSAU/MZ. Dessau-Roßlau dürfte in der Bundesrepublik das einzige Oberzentrum ohne Kongresszentrum sein. Das schickte Investor Wilhelm Burger voraus, als er am Donnerstagabend im IHK-Bildungszentrum seine Vision vom neuen Kristallpalast - einer Gesamtinvestition von etwa 15 Millionen Euro - vorstellte. Die Pläne sind weit gediehen. Die Umsetzung des Projekts hängt jedoch an dessen finanzieller Förderung. "Es wird nicht einfach", bekennt der Münchner und blickt ein wenig auf Brüssel und die Europäische Union, aber auch auf die Unterstützung durch Dessau.

Burgers Darstellungen zufolge könnte der Palast in zwei Bauabschnitten entstehen. Der gesamte Abriss des Geländes bis auf denkmalgeschützte Teile der Vorderfassade, seien darin inbegriffen. Sollten sich Städtisches Klinikum und Stadt am Standort Kristallpalast zur Integration eines Medizinischen Versorgungszentrums entschließen, stünden im Vorderen Teil des Areals mehr als 1 000 Quadratmeter Fläche auf mehreren Ebenen für Praxen, für eine Apotheke und auch für eine Spielothek schon bald zur Verfügung. Der Baustart für diesen ersten Abschnitt hängt von der Zustimmung des Klinikums und dem Stadtrat ab. Wenn diese erfolgten, stünde einem Spatenstich im Frühsommer nichts entgegen.

Fünf Millionen Euro Baukosten sind für diesen ersten Bauabschnitt veranschlagt. Die Summe will der Investor alleine schultern. In einem zweiten Bauabschnitt könnte ein Veranstaltungszentrum errichtet werden, das nicht mehr an den alten Kristallpalast erinnern werde. Ein moderner Zweckbau, der Tagungsmöglichkeiten für rund 1 400 Gäste biete, ein Saal, der je nach Platzbedarf mit Trennwänden verkleinert werden kann, ist integriert. In diesem Raum sieht der Investor eine Mittelbühne - ideal für Musikveranstaltungen, aber auch gut für den Karneval. Eine Galerie - wie es sie schon im alten Kristallpalast gegeben hatte - ist im Projekt ebenfalls vorgesehen, wie ein zweiter Saal, der Tagungen, Konferenzen, Neujahrsempfängen aber auch Familienfeiern vorbehalten bliebe.

Für das Einzugsgebiet Dessau allein wäre das Bauvorhaben überdimensioniert, räumte Burger ein, dass die Projektentwickler mit ihrem Konzept auf die ganze Region mit 350 000 Einwohnern geschaut haben. Chancen, ein Veranstaltungs- und Kongresszentrum zu etablieren, gebe es nur, wenn die gesamte Region einbezogen werde. "Sie können einem Besucher unendlich viel bieten", blickte Burger auf Bach und Köthen. Eike von Repgow und Reppichau, die Lutherstätten, das Gartenreich, das geschichtsträchtige Zerbst und nicht zuletzt auf Dessau mit Bauhaus und Theater. "Das Potenzial ist längst nicht ausgeschöpft", setzt er weniger auf Einkaufsmeilen, sondern auf den Kulturaufenthalt.

Das Projekt, insbesondere den zweiten Bauabschnitt, kann der private Investor aber nur schultern, wenn dafür eine touristische Förderung bewilligt werde. Das heißt, 80 Prozent der Baukosten müssen durch Zuschüsse der Europäischen Union und des Landes erfolgen. Die einzelnen Entwürfe der Planungen wurden am Donnerstag auf die Leinwand in einem gut mit Zuhörern gefüllten IHK-Konferenzraum projiziert. Es gibt außerdem sehr konkrete, aber nicht unumstößliche Vorstellungen in Bezug auf die Innenarchitektur. Man wolle, so Burger, das Spannungsfeld von der Geschichte des Kristallpalastes, also von Erdmannsdorff bis in das Bauhaus von heute wagen.

Insbesondere an diesem Punkt wird die Hochschule Anhalt gefordert sein. Deren Studenten sind inzwischen zu einem Wettbewerb aufgerufen, für den der Investor ein Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro zur Verfügung stellt. Vorschläge für den neuen Kristallpalast zu unterbreiten - diese Aufgabe ist relativ spät an die Hochschule herangetragen worden, bekannte Prof. Rudolf Lückmann (Hochschule Anhalt) und sieht dennoch Chancen, bis zum Jahresanfang studentische Arbeiten vorlegen zu können. Die Hochschule will in den Wettbewerb Partnerhochschulen aus den USA, der Schweiz, Russland und China einbeziehen.

Insgesamt wurde im Anschluss über das Projekt überwiegend positiv diskutiert. Nur ein Wermutstropfen blieb. Dass niemand von der Stadtverwaltung an diesem Abend anwesend war, stimmte manchen nachdenklich.

VON ANNETTE GENS, 09.10.09, 19:20h, aktualisiert 09.10.09, 19:25h, Quelle: www.mz-web.de

Braucht Dessau einen Palast?

Bürger- und Kongresszentrum soll 15 Millionen Euro kosten

Wilhelm Burger von Infraplan setzt auf eine 80-prozentige Förderung des Vorhabens Bürger- und Kongresszentrum Kristallpalast. Foto: A.Katte Dessau (ak). Dessau dürfte das einzige Oberzentrum in Deutschland sein, das kein Kongress- und Veranstaltungszentrum hat. Dabei hat die Region sehr viel Einmaliges zu bieten, das den Erfolg eines solchen Zentrums geradezu herausfordert. Wilhelm Burger, Eigentümer der Ruine des einstigen Kristallpalastes, ist sich sicher: „Hier muss wieder Karneval gefeiert und getanzt werden, hier müssen große Kongresse und Tagungen und Konzerte stattfinden.“ Die Pläne für die Wiederauferstehung des einst so beliebten Veranstaltungshauses in der Zerbster Straße liegen schon lange in der Schublade. „Der Kristallpalast ist ein ewiges Thema in Dessau“, gab Burger bei einer Veranstaltung, zu der der Förderverein Kongresszentrum Kristallpalast Dessau e. V. eingeladen hatte, zu. Doch jetzt soll es ernst werden. Mit dem Städtischen Klinikum gäbe es einen ernsthaften Interessenten für den vorderen Bereich, der hinter der klassizistischen Fassade von Erdmannsdorff Platz für ein innerstädtisches Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bieten soll. Der alte Saal - so die Pläne - wird verschwinden und in zeitgemäßer Form wieder aufgebaut. Bis zu 1400 Leute sollen in dem wandelbaren, jederzeit größenmäßig umfunktionierbaren Saal mit versenkbarer Bühne und Galerie Platz finden. „Dass wir in unmittelbarer Nachbarschaft zwei Hotels und ein fast leerstehendes Parkhaus haben, sind weitere Standortvorteile“, so Burger. Ab wann er den Karten für die erste Veranstaltung im Kristallpalast verkaufen könne, wollte Ralf Rätzer vom Waldeser Carneval Club mit einem Augenzwinkern nach dem sehr euphorischen Vortrag des Bauherren wissen. Wilhelm Burger gab sich auch hier siegessicher: „Wenn die Stadt will, ab 2011!“ Bei allem Optimismus wurde in der Diskussion allerdings schnell deutlich, dass hinter der Finanzierung des 15-Millionen-Euro-Projektes noch viele Fragezeichen stehen. Burger: „Man kann so etwas nur bauen, wenn die öffentliche Hand das Projekt fördert.“ Und da meint er nicht Peanuts, sondern eine Förderung von 80 Prozent. Wenn der touristische Aspekt des Vorhabens bei der Landesregierung und der Europäischen Union deutlich nachgewiesen wird, sei dies aus Sicht von Burger durchaus realistisch. Nicht mit Millionen, aber mit dem nötigen Druck auf die Stadt und den Investor will der von Gert Sandow geleitete Förderverein das Projekt ideell unterstützen. Und so hat der Verein den Investor mit Professor Dr. Rudolf Lückmann (Denkmalpflege/ Baukonstruktion) von der Hochschule Anhalt zusammen gebracht. Unter der Leitung von Prof. Lückmann und in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen und ausländischen Partnerschulen wurde ein studentischer Wettbewerb für das Bürger- und Kongresszentrum Kristallpalast gestartet. Schwerpunkt ist die Innengestaltung des Foyers, der Festhalle und des Fürstensaales sowie eine Aufwertung der rückwärtigen Fassaden des Zweckbaus. Der Bauherr hat dafür ein Gesamtpreisgeld von 15 000 Euro ausgelobt. Die Ergebnisse sollen im Januar 2010 präsentiert werden. Der Förderverein sucht nach Hinweisen über den Verbleib der historischen Grundsteintafel des ehemaligen Hospizes. An de Stelle des Kristallpalastes stand ursprünglich ein Hospiz. 1657 wurde es neu aufgebaut. Wer Tipps geben kann, wird gebeten, sich unter Telefon 0340 55 60 111 zu melden.

Quelle: www.supersonntag-web.de